Les Invisibles-George Clooney_Julien Mignot_Camille Rousseau Les Invisibles-Elle Fanning_Julien Mignot_Camille Rousseau Silenzio_Francois Fontaine Silenzio_Francois Fontaine Mary Ellen Mark_Nicole Kidman Mary Ellen Mark_Salem

Mary Ellen Mark

Behind the Scenes

„Ich habe die Arbeit der Größten der Großen beobachtet und sie haben mich inspiriert.“

Seit Ende der sechziger Jahre hat Mary Ellen Mark (1940- 2015) immer wieder auf Filmsets gearbeitet. Manchmal im Auftrag eines Magazins, aber zumeist wurde sie als „Special Stills Photographer“ gebucht, um für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Filmstudios Motive aus der laufenden Produktion aufzunehmen. So konnte sie für Tage, manchmal auch für Wochen das Entstehen von vielen heute legendären Filmen begleiten. Beispielsweise war Mark 1974 bei den Dreharbeiten zu „Einer flog über das Kuckucksnest“ in Salem, Oregon genauso dabei wie 1976 bei „Apocalypse Now“ auf den Philippinen oder 1982 bei „Rumble Fish“ in Tulsa, Oklahoma. Ihre Aufträge führten sie immer wieder nach Europa und auch hier konnte sie bedeutende Regisseure wie Federico Fellini oder François Truffaut und Schauspieler wie Catherine Deneuve oder James Cagney bei der Arbeit beobachten. „Ich fühle mich sehr glücklich auf so vielen Filmsets gearbeitet zu haben. Ich habe beobachtet wie die größten Direktoren die besten Schauspieler angeleitet haben. Ich habe brillante Kostümdesigner und Bühnenbildner bei der Arbeit gesehen und wie wunderbar geschriebene Skripte in magisches Kino übersetzt wurden.“

Mary Ellen Mark zählt zu den renommiertesten US-amerikanischen Dokumentarfotografinnen. Die Film-Fotografien sind ein wichtiger Teil in ihrem Werk, aber ebenso interessierte sie sich auch für Obdachlose, Drogendealer in den USA oder Prostituierte in Indien. Mark arbeitete mit ihrer Leica fast ausschließlich in Schwarzweiß, dabei in klarer, direkter Bildsprache meist an den Rändern der Gesellschaft. Sie fotografierte immer mit großem Respekt und Empathie, egal ob in der Welt des Films oder in der gesellschaftlichen Realität. Francis Ford Coppola würdigte sie folgendermaßen: „Ihre Bilder waren immer ungewöhnlich und schön, genauso wie sie selbst.“

Mary Ellen Mark wurde 1940 in Philadelphia geboren, studierte Kunst und Kunstgeschichte und begann 1963 zu fotografieren. Von 1976 bis 1981 war sie Mitglied der Agentur Magnum. Ihre Arbeit wurde mit den renommiertesten Preisen ausgezeichnet und ist in zahlreichen Bildbänden veröffentlicht. 2015 starb sie in New York.

Julien Mignot

Les Invisibles

„Mit unseren Arbeiten erforschen wir das, was sich im Licht der Scheinwerfer verbirgt: die Geschichte hinter der Aura.“

Was zeigt ein Porträt? Gibt es etwas hinter der Oberfläche, das der Betrachter zwar spürt, aber nicht sehen und benennen kann? Diesen Fragen ist der französische Fotograf auf der Spur, wenn er seine schwarzweißen Aufnahmen gemeinsam mit der Künstlerin Camille Rousseau bearbeitet und die sensiblen Porträts somit zu vielschichtigen Bildern mit geheimnisvollen Botschaften werden. Rätselhafte Zeichen, zarte Lichtspuren, transparente Gebilde legen sich um und über die Motive, ergänzen die Bilder und lassen individuelle Charakterstudien der Porträtierten hervortreten. Dass es sich um prominente Filmstars handelt, die hier gezeigt werden, gibt dem Projekt eine zusätzliche Ebene. Denn gerade die Stars, die stets im Rampenlicht stehen, wissen sehr genau, wie sie gesehen werden und was sie von sich preisgeben wollen. Die Fotografien Mignots spielen mit diesem komplexen Verhältnis des Oberflächlichen und des Nichtsichtbaren. Mit der grafischen Überarbeitung überschreiten Mignot und Rousseau die Grenzen des Mediums und gelangen zu neuen, erweiterten Bereichen der Visualisierung. Die Porträts erscheinen im wahrsten Sinne des Wortes übersinnlich.

Die Serie „Les Invisibles“ fotografierte Julien Mignot mit der Leica M-P240, dem Summilux-M 1:1.4/21 und 50 mm Asph und dem Summicron-M 1:2/35 mm Asph.

Julien Mignot (*1981) lebt in Paris. Er arbeitet für zahlreiche internationale Magazine, vor allem im Bereich der Musikfotografie. Das Projekt „Les Invisibles“ brachte ihn zum Film – die Bilder entstanden 2015 während der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Für den New Yorker entstanden Porträts der Filmstars, die mit Zeichnungen der französischen Künstlerin Camille Rousseau (*1980 )kombiniert wurden. Sie studierte Grafikdesign und spezialisierte sich auf Film­ und 3­D­Animation. Ihren Masterabschluss machte sie am Londoner Central Saint Martins College of Art and Design.

François Fontaine

Silencio!

„Mich interessiert das, was die Fotografie in der Vorstellungswelt des Betrachters auslöst. Ich habe versucht, die Gesetzmäßigkeiten des Filmemachens, die Archetypen des Films und seine Darstellungsformen zu erkunden.“

Keine Geringeren als Alfred Hitchcock, Wim Wenders und Pedro Almodovar standen Pate, als François Fontaine seinen lang gehegten Wunsch realisierte, eine Arbeit über das Kino zu machen. Für seine Fotostrecke Silenzio! hat er zahllose Filme gesichtet, ganz persönliche Lieblingsfilme und solche, die Geschichte schrieben. Dabei hat er ikonenhaft komponierte Filmstills gefunden ebenso wie kunstvoll ausgeleuchtete Sets. Im Untertitel nennt der französische Fotograf seine Bildserie Mémoires du cinema und meint damit – auf die Filmgeschichte bezogen – die eigene, persönliche Erinnerung und das kollektive Gedächtnis gleichermaßen. Feinsinnig stellt er mit seiner Serie die Wahrheit auf die Probe, die Wahrnehmung von Erinnerung und Wirklichkeit. Und so provoziert die Unschärfe in seinen Bildern, ihre stimmungsvoll inszenierte Schemenhaftigkeit ein fahriges, unstetes Suchen im Filmgedächtnis des Betrachters und lässt zugleich zahlreiche Assoziationen außerhalb der Kinoleinwand zu. Zeitlos, verschwommen, wie aus einem Traum, an den man sich nur mehr bruchstückhaft erinnern kann, schleichen sich Fontaines Fotografien in das Auge des Betrachters. Fontaine hat die Motive mit einer CM, einer der letzten analogen Kompaktkameras von Leica, vom Bildschirm abfotografiert. Je einen Sekundenbruchteil lang. Entstanden sind Filmstills – voller Erinnerungen, kinematografischer Zitate und traumverlorener Assoziationen.

François Fontaine wurde 1968 in Paris geboren. Er beginnt während des Kunstgeschichtsstudiums zu fotografieren. Zahlreiche Fotoreisen nach Südostasien. 1997 wird seine Arbeit Phnom-Penh Jails mit dem Kodak-Preis für kritische Fotografie ausgezeichnet. Von 1998 bis 2002 lebte er in Spanien. 2005 Residenz im Guangdong Museum of art of Guangzho, Finalist Leica Oskar Barnack Preis 2005. Zahlreiche Ausstellungen. 2011/12 entsteht die Serie Silenzio!, die 2012 erstmals präsentiert wurde.

www.francoisfontaine.com 

Francois Fontaine, Julien Mignot, Mary Ellen Mark - Mary Ellen Mark / François Fontaine / Julien Mignot - Im Licht der Scheinwerfer

Date
09/07/2016 - 11/13/2016
Location

Leica Gallery Wetzlar

Leica Camera AG
Am Leitz-Park 5
35578 Wetzlar

Phone: +49 (0) 6441 - 2080-0
Fax: +49 (0) 6441 - 2080-333
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Opening hours:
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